Der Schreiadler

Schreiadler

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Fotoausstellung zum Schreiadler
Mo.-So. 10.00 bis 17.00 Uhr
Kosten: Eintritt frei

Kaum bekannt und doch bedroht

Der Schreiadler
Fotoausstellung im Wälderhaus

Das Wälderhaus der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. präsentiert vom 23. November bis zum 17. Januar die Fotoausstellung über den heimischen Schreiadler der Deutschen Wildtier Stiftung.

In Deutschland leben insgesamt vier Adlerarten. Die bekanntesten sind sicherlich der Seeadler, unser Wappentier und der Steinadler, der vor allem in Süddeutschland beheimatet ist. Den Fischadler kennen dagegen nur noch wenige Menschen und der Schreiadler ist eigentlich nur noch unter Experten bekannt. Während die ersten beiden genannten Adlerarten ganzjährig in Deutschland zu beobachten sind, sind Schrei- und Fischadler Zugvögel, die den Winter in Afrika verbringen.

Fotoausstellung
Professionelle Wildtierfotografen haben das Tier durchs Jahr begleitet und 29 spektakuläre Fotos „geschossen“: Von der Kinderstube der Küken über des Phänomen des Kainismus bis hin zu seinem gefahrvollen Zug ins Winterquartier im südlichen Afrika dokumentieren die Bilder auch die Ursachen für die Gefährdung des Tieres.
Die Ausstellung verdeutlicht Strategien und Bemühungen zum Schutz der letzten in Deutschland brütenden Schreiadler, die früher wegen ihres bevorzugten Verbreitungsgebietes auch „Pommernadler“ genannt wurden.

Hintergrund
Der Schreiadler zählt bei uns zu den vom Aussterben bedrohten Arten. Insgesamt leben nur noch rund 85 Brutpaare in Deutschland, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und in Brandenburg.
Schreiadler leben in abwechslungsreichen Landschaften, die durch viele Grenzlinien zwischen Wald und Feld sowie durch zahlreiche Landschaftselemente wie Feldhecken oder Kleingewässer geprägt sind. Sie benötigen eine extensiv-bewirtschaftete Landschaft mit vielen natürlichen Grünflächen, da sie vor allem „zu Fuß“ jagen. Mäuse, Reptilien und Amphibien stehen auf ihrem Speiseplan. Die rasante Umwandlung von vielfältigen Grünlandflächen in Monokulturlandschaften wie Mais und Raps reduzieren seinen ohnehin geringen Lebensraum auf ein Minimum, wodurch sein Bestand enorm gefährdet ist.
Der Schreiadler gehört somit zu den Verlieren der intensiven Landwirtschaft, die sich immer weiter ausweitet.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Hamburg e.V. widmet sich dem Schreiadler mit der Fotoausstellung, um auf die negative Veränderung unsere Landschaft aufmerksam zu machen. Der Schreiadler ist nur ein „Stellvertreter“ der Lebensraumverlierer. Andere bekannte Arten sind zum Beispiel das Rebhuhn oder der Feldhase, die ebenfalls immer seltener werden.

Die Deutsche Wildtier Stiftung setzt sich mit einem umfassenden Schutzprogramm für die letzten Schreiadler ein. Wir präsentieren die dazu gehörige Wanderausstellung.
Weitere Informationen zum Schreiadler finden Sie unter schreiadler.org

Gebaeude